Vortrag zur Familien- und Fabrikgeschichte Bohm

Der Heimatverein lädt am 22. November um 19.00 Uhr ins Hotel Flora zu einem ortsgeschichtlichen Vortrag ein. Hannelore Korth fand in einem Koffer interessante Dokumente über das Leben der Familie Bohm, über die sie berichten möchte.

Die Familie Bohm prägte über 100 Jahre die Entwicklung unseres Ortes entscheidend mit. Bis heute finden wir ihre Spuren. Zu verdanken haben wir dies dem Müllermeister und Maschinenbauer Carl Gottlob Bohm, der 1835 die Fredersdorfer Mühle mit samt bäuerlichem Vierseitenhof erwarb und in eine florierende Maschinenfabrik verwandelte. Hier entstanden Apparate, Gerätschaften und Maschinen, durch die die Fredersdorfer Fabrik über Ortsgrenzen, sogar international  bekannt wurde. Die Fabrik expandierte, viele Menschen kamen in Brot und Arbeit und zusätzlicher Wohnraum für die Arbeiter entstand. In 3.Generation, wie das in Familien schon mal vorkommt, ging es vordergründig nur noch um Macht und Geld. Die Erben hatten sehr unterschiedliche Interessen, zerstritten sich und mit dem Ende des 2. Weltkrieges lag schließlich alles in Scherben. Heute ist wieder Neues entstanden, allerdings ohne Bohmsche Nachfahren.

Im Vortrag geht es um die Geschichte der Bohms im Spiegelbild der Blütezeit der industriellen Entwicklung Deutschlands, eingebettet in gesellschaftspolitische Veränderungen, aber auch um die familiäre Tragödie von „Fabrik- und Schlossbohm“. Dazu gibt es Bilder und Dokumente zu sehen.

Der Eintritt ist frei, über Spenden für den weiteren Aufbau des alten Gutshofes freuen sich die Mitglieder des Vereins.
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